Totentanz 2026 - Totentanz
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„Totentanz-Festival 2026 - 120 Jahre Bamberg“

– von Oktober bis November 2026:

Mit Beiträgen aus Kunst und Kultur von unterschiedlichen Trägern und Institutionen entsteht ein vielfältiges Festival der besonderen Art. Bamberg wird zum Hotspot der "Ars morendi". Eine Liste von Kooperationspartnern folgt in den nächsten Tagen und wird laufend erweitert.
Die einzelnen Programmpunkte sollen unterschiedliche Altersgruppen und Bevölkerungsschichten ansprechen: Ausstellungen, Lesungen und Konzerte sind geplant, mit der Aufführung des Totentanzes an drei Terminen als Hauptereignis.

Totentanz

Ein „Totentanz“ in der Weltkulturerbestadt Bamberg: Ein Jahrhundertprojekt

2026 wird der Domberg zur Kulisse im Dialog zwischen Tod und Persönlichkeiten:

AGIL und das Bamberger Bürger Ensemble, Autor Dr. Martin Beyer, Komponist Jochen Neurath, Regisseurin Nina Lorenz und viele weitere Beteiligte.

Titelbild Totentanz

Der Beginn des menschlichen Denkens ist eng verknüpft mit dem Erkennen der eigenen Vergänglichkeit – dem Umgang mit dem Tod. Er geht einher mit der Entwicklung von Gefühlswelten, die das Jenseitige versuchen zu erfassen, zu spüren, einzuordnen, ja: den Tod ins Diesseits eintreten zu lassen. Daraus entstehen erste Totenkulte, die als Grundstein künstlerischen Wirkens von elementarer Bedeutung sind.

Warum Bamberg?

Die Totentanzdarstellung in der ehemaligen Benediktinerabtei auf dem Michelsberg ist das wohl bedeutendste Werk dieser Art in Europa. Sowohl die Darstellungen als auch deren Ausführung in Stuck, kombiniert mit Malerei, sind einzigartig. Reste ständischer Veranschaulichung finden sich in der Auswahl der dargestellten Personen. Einen weiteren, überaus bedeutenden Aspekt stellt die Internationalisierung des Todes durch die Abbildungen der Kontinente dar. Entscheidend ist hier die wohl überraschendste Darstellung: Der Tod bläst Seifenblasen und sinniert über sich selbst.

Die Welterbestadt Bamberg bietet mit dem Domberg und seinen Gebäuden eine weltweit einmalige Kulisse, um zur natürlichen Bühne der Aufführungen zu werden. Die Kathedrale, das Ensemble „Alte Hofhaltung“ und die imposante Front der „Neuen Residenz“ sind Stein gewordene Geschichte. Architektur in chronologischer Reihenfolge kombiniert mit einem Platzangebot, das auch für größere Zuschauermengen ausreichend Raum bereithält.

Die Inszenierung selbst wiederum beschränkt sich nicht auf Wiederholungen eines Theaterstückes, sondern greift ganz bewusst in jedem Turnus neue Abschnitte der Geschichte auf. Der inhaltlichen Variabilität sind keine Grenzen gesetzt, die Möglichkeiten künstlerischer Ausgestaltung somit nahezu unerschöpflich.



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